Ein Horkrux (Horcrux) ist ein Gegenstand, in den ein Zauberer mittels dunkler Magie einen
Teil seiner Seele bannt, um dem Tod zu entfliehen. Allerdings wird die Seele durch die
Teilung instabil. Um seine Seele zu spalten, muss der Zauberer einen Mord begehen. Voldemort
macht sich durch sieben Horkruxe nahezu unsterblich. Der achte Teil seiner Seele, der in
Voldemort selbst verblieb, war sein eigentliches Ich. Das Wissen über Horkruxe erlangte er
als Schüler von Horace Slughorn, den er nach Einzelheiten der Horkrux-Magie fragte.
Voldemort hatte seine Seele ursprünglich in sieben Teile aufgespalten, wobei der siebente
Teil in seinem Körper verblieb und die restlichen auf sechs Horkruxe verteilt wurden.
Aufgrund der dadurch hervorgerufenen Instabilität hat Voldemort unabsichtlich bei dem
Mordversuch an Harry einen Teil seiner Seele auf ihn übertragen und so einen siebten
Horkrux geschaffen. Voldemort überlebt durch die Seelenteilung seinen erfolglosen
Mordversuch am einjährigen Harry, da die anderen sieben Teile seiner Seele verbleiben.
Allerdings wird er hierdurch „schwächer als der schwächste Geist“. Erst in Band 4 kann er
durch ein dunkles Ritual seinen Körper wiederherstellen.
Zerstört werden kann ein Horkrux (samt dem darin befindlichen Teil der Seele) nur durch
Mittel, die etwas unwiederbringlich vernichten. Deshalb ist die Zerstörung eines Horkrux
endgültig. Zu diesen Mitteln gehören unter anderem das Gift eines Basilisken und damit
behandelte Waffen, die von Kobolden gefertigt wurden – zum Beispiel das Schwert Godric
Gryffindors, welches das Gift des im zweiten Band getöteten Basilisken aufnimmt – und das
Dämonenfeuer.
Die Idee des Horkruxes lässt sich mit den slawischen Mythen der Dwojeduschnik (auch
Dwaduschni) vergleichen, Wesen mit zwei Herzen und zwei Seelen, die eine davon unter einem
Stein verbergen. Will man diese Wiedergänger töten, so muss ihre verborgene Seele aufgespürt
werden. Eine weitere slawische Sagengestalt, die ihre Seele versteckt, ist der Koschei.